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Tiere am und im Wasser

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Biber

Im 19. Jahrhundert wurde der Biber aufgrund seines Felles, seines Fleisches und seiner Duftdrüse, die als Wundermittel teuer gehandelt wurde, in weiten Teilen Europas ausgerottet. Seit einigen Jahrzehnten ist er nun, da er geschützt ist, zurückgekehrt und lebt jetzt wieder an vielen Bächen und Flüssen, so auch in Böheimkirchen.
Unser größtes einheimisches Nagetier ist reiner Vegetarier. Rinde und Zweige von Bäumen stellen die Winternahrung dar - im Sommer ernährt er sich von einer breiten pflanzlichen Kost, von Gräsern, Kräutern und Wurzeln bis hin zu Obst und Getreide. Seinen Bau gräbt er meistens in die Uferböschungen, der durch Eingänge unter Wasser geschützt wird. Dämme baut er nur dort, wo der Wasserspiegel für diese Eingänge zu gering ist.
Biber leben in Familien, wo zwei Kindergenerationen nebeneinander aufgezogen werden, was in unserer heimischen Tierwelt nur sehr selten vorkommt. Zudem sind sie für die Ökologie der Gewässer von großer Bedeutung - durch ihre Lebensweise entsteht eine Vielzahl neuer Lebensräume für andere Organismen.

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Elritze

Die Elritze ist ein kleiner, munterer Schwarmfisch, der bevorzugt in klaren, sauberen, sauerstoffreichen Flüssen und Bächen beheimatet ist.  Ihre Nahrung besteht aus Insektenlarven, Fischlaich, Kleinkrebsen, Algen und Jungfischen. Sie selbst ist Beutetier von Forellen. Zur Laichzeit tragen vor allem die Männchen ein Hochzeitskleid mit kräftig rotem Bauch und glänzend moosgrünen Flanken. Beide Geschlechter bilden einen sogenannten Laichausschlag auf dem Kopf aus, der zur sexuellen Stimulierung dient. Elritzen halten sich gerne an besonnten, flacheren Uferbereichen auf.

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Aitel

Der Aitel ist weit verbreitet und einer unserer häufigsten Fischarten und sehr anpassungsfähig. Jungfische halten sich gerne in größeren Schwärmen oberflächennah und erbeuten Anflugnahrung. Die erwachsenen Aitel leben in kleinen Gruppen von etwa zehn Tieren und ernährt sich von Insekten und anderen Kleintieren bzw. Jungfischen und auch Wasserpflanzen. Je älter er wird, desto mehr wird er zum Einzelgänger, die gerne in tiefen Gumpen an überhängenden Bäumen oder ähnlichen stehen. Wie bei vielen anderen Weißfischen wird auch dem Aitel aufgrund seines grätenreichen Fleisches wenig Beachtung als Speisefisch geschenkt. Sein Fleisch ist jedoch sehr fein.

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Laubfrosch

Als Froschkönig oder kletternder Wetterfrosch mit seiner charakteristischen grünen Farbe und den Haftscheiben an den Fingern ist er jedem Kind bekannt - der Laubfrosch. Das ist etwas verwunderlich, denn anzutreffen ist er in der freien Natur nur noch selten. Sein Lebensraum - flache, saubere, sonnige Tümpel mit feuchten Wiesen und Gebüschen in der Nachbarschaft - wird immer rarer. Der kleinste unserer heimischen Amphibien ist übrigens der Größte was die Lautstärke seiner Rufe betrifft - diese sind noch bis in etwa zwei Kilometer Entfernung hörbar.

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Wiesenknopf-Ameisenbläulinge

Wer schon mal die Schmetterlingspracht einer bunten Blumenwiese beobachtet hat, dem sind die Bläulinge wohl aufgefallen. Aus der großen Familie der Bläulinge stechen die seltenen Ameisenbläulinge aufgrund ihres Lebenszyklusses besonders hervor.  Den "Wiesenknopf" - eine typische Pflanzenart der Feuchtwiesen - tragen unsere beiden heimischen Ameisenbläulingsarten nicht von ungefähr in ihren Namen. Fast das ganze Leben der Falter spielt sich auf dieser Pflanze ab. Sie bietet dem Falter Nektar, dient als Eiablageplatz, Raupenfutterpflanze und Versteck.
Und was bedeutet nun die "Ameise" im Namen? Die jungen Raupen werden von einer bestimmten Ameisenart "adoptiert" - das heißt, sie werden angelockt vom Honigduft, den die Raupen absondern, in das Ameisennest geschleppt, wo sie sich von den Ameisenlarven ernährt. Die Ameisen werden dabei durch den Duft und durch Zuckerwasser besänftigt. Nach der Verpuppung müssen die Falter das Nest so schnell wie möglich verlassen, ohne Absonderungen lassen sich die Ameisen nämlich nicht mehr täuschen und greifen die Falter an. 

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Schwarzstorch

Zurückgezogen in urwüchsigen und wasserreichen Wäldern, weitab von menschlichen Siedlungen und frequentierten Wegen, lebt der Schwarzstorch, ein recht scheuer Vogel, der schon bei kleinen Störungen vor dem Menschen flüchtet. Etwas kleiner als der Weißstorch, ist er bis auf die reinweiße Unterseite schwarz gefärbt, wobei ein metallisch grüner und purpurner Glanz auf seinem Gefieder schimmert.

Als echter Waldbewohner bewohnt der Schwarzstorch ausgedehnte, möglichst ursprüngliche und störungsarme Hochwaldgebiete. Sowohl Laub- als auch Nadelwälder im Flach-, Hügel- und Bergland werden besiedelt; dabei werden aber strukturreiche, durch Lichtungen, Waldwiesen, Bachtäler, Teiche und feuchte Wiesen aufgelockerte Wälder bevorzugt. Bei der Jagd watet der Schwarzstorch oft im Wasser, wo er in klaren Waldbächen, -tümpeln und -teichen mittelgroße Fische und Amphibien erbeutet. Feuchte Wiesen werden nach Heuschrecken, Fröschen und Mäusen abgesucht.

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