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Mozartchor Böheimkirchen-

Mozartchor Böheimkirchen

Der Mozartchor Böheimkirchen blickt mit seinem Chor- und Orchesterleiter Matthias Schwetz voll Freude in die Zukunft. Der Chor gestaltet die Hochämter zu den kirchlichen Hochfesten in unserer Pfarrkirche.

In den letzten Jahren ist es uns gelungen, den Chor umfassend zu verjüngen. Durch das Aufführen von unkonventionellen Werken hat unser Chorleiter frischen Wind in unseren Chor gebracht.
Interesse?-Der Dirigent gibt den Einsatz und los gehts!
Der Dirigent gibt den Einsatz und los gehts!

Interesse?

Liebst Du Musik?      
Möchtest Du dabei sein, wenn wir gemeinsam tolle Werke vom Barock bis zur Moderne einstudieren und gemeinsam aufführen? 
Liebst Du es, mit Gleichgesinnten im Anschluss ein wenig zu plaudern?
Dann bist Du bei uns richtig!

Kontakt:
Matthias  Schwetz
<Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, zum Ansehen müssen Sie in Ihrem Browser JavaScript aktivieren.>
Tel.:  +43 680 30 26 323

Unsere Geschichte

Um die in Österreich so bekannten und beliebten Orchestermessen verstehen zu können, müssen wir in der Geschichte ein bisserl zurückgehen. Im 16. Jahrhundert war unsere Heimat weitgehend protestantisch geworden. Mit der von den Habsburgern vorangetriebenen Gegenreformation erblühte das österreichische Barock, bunter und sinnenfreudiger als im Rest Europas. Auch die Musik ging neue Wege – und man legte hierzulande auf die möglichst prächtige Gestaltung der Gottesdienste größten Wert.

Aus diesem Substrat erblühte vor und um 1800 die Wiener Klassik. Haydn und Mozart schufen unsterbliche Werke. Wen wundert es, dass die meist adeligen Auftraggeber auch Werke zur festlichen Gestaltung der Gottesdienste bestellten. Und sie entstanden in unerschöpflicher Fülle. Seltsam, dass dieser musikalische Schatz außerhalb Österreichs (Ausnahme ist vielleicht Süddeutschland) kaum beachtet wurde und wird. Und so kann man an einem hohen Feiertag auch heute noch in Wien und den Hauptstädten unseres Landes viele dieser wundervollen Messkompositionen hören.

Gleich nach dem ersten Weltkrieg fanden sich in unserem Ort einige Musikbegeisterte, die versuchten auch bei uns diese wundervolle Musik zur Aufführung zu bringen. Der damalige  Pfarrer von Böheimkirchen, Kanonikus Rebersky, war ein begeisterter, ja fanatischer Musiker. Er leitete an den hohen Festen den Chor, während die Messe sein Kaplan las. In Gotthold Köckeis, einem Musiker, der die Organistenstelle in Böheimkirchen einer Karriere als Fleischermeister in Wien vorgezogen hatte, erwuchs unserem Ort ein Chorleiter, Organist und Musiker, der Generationen beeinflusste und inspirierte. Damals hatten einige Musiker der Wiener Philharmoniker ihren Sommersitz in und um Böheimkirchen und wirkten bei den Messaufführungen gerne und unentgeltlich mit. So waren die ersten Geigen oftmals mit Philharmonikern besetzt und mit Kammersänger Karl Ettl auch ein wunderbarer Bass-Solist vorhanden. 1920 wurde die „Krönungsmesse“ von W.A. Mozart erstmals bei uns aufgeführt. Schon in der Zwischenkriegszeit nannte sich unser Chor „Mozartchor“.

Nach dem Tod von Kanonikus Rebersky und Gotthold Köckeis übernahm OSR Kaisergruber die Leitung des Chores. Fachlehrer Bruno Mangl und nach dessen Tod Herr Gerhard Hiebner übernahm die Organistentätigkeit und  Korrepetitionsarbeit bei den Chorproben. An das damalige, sehr gute Solistenquartett Erika Braunsteiner (Sopran) und Frau Theresia Karner (Alt), Wilhelm Fink (Tenor) und Anton Tremer (Bass) erinnern sich manche Böheimkirchner heute noch gerne. Das Orchester bestand damals ausschließlich aus Laien, die die oft durchaus anspruchsvollen Partituren der Klassiker zu bewältigen hatten. Mit dem Gemeindearzt Dr. Schrom war immer eine sichere erste Geige vorhanden, der Rest des Orchesters bestand auch aus ortsansässigen Musikern und das klang oft ganz anders, als das Profi-Orchester Jahre später. Altersbedingt gab OSR Kaisergruber 1975 die Leitung des Chores an Mag. Helmut Sorgner ab. Manfred Krempl übernahm das Amt des Organisten bei den Hochämtern und die Probenkorrepetition. An Musikern herrschte nach wie vor Mangel. Jahrelang halfen zwei Geiger aus Traismauer bei den Hochämtern  aus.

1992 übernahm Prof. Viktor Mayerhofer zuerst provisorisch und ab 1995 fix die Leitung des Chores, der sich ab jetzt wieder Mozartchor nannte. Auch bei den Solisten gab es einen Generationswechsel. Waltraud Bachinger übernahm die Sopransoli und Karl Bachinger die Tenorpartien, Romana Gabler Alt und Josef Rabl sang Bass. Prof. Mayerhofer war studierter Orchestermusiker und leitet die Musikschule in St. Pölten. Mit ihm übernahmen bezahlte Profimusiker, verstärkt durch ein paar unbezahlte, aber sehr gute Laien die Orchesterdienste bei unseren Hochämtern, was dem Orchesterklang sehr dienlich war. Prof. Mayerhofer verstand es, den Chor zu begeistern und sangesfreudige Choristen aus nah und fern zum Mitwirken zu bewegen und so wurden in den folgenden Jahren konzertant viele der ganz großen Messen aufgeführt (Messe in C von Ludwig van Beethoven, Mozartrequiem (3x), Schubert Es-Dur Messe, Nelson-Messe von J. Haydn, Misse Solenelle von G. Puccini usw.). Das ermöglichte auch die damals großherzige Förderung durch die Gemeinde, deren  Kulturchef Edi Gappmaier immer ein offenes Ohr für die Wünsche unseres Chores hatte. Im Gemeindesaal veranstaltete der Mozartchor mit Solisten und sein Orchester einige Operettenkonzerte, die großen Anklang beim Publikum fanden.

Mit Jänner 2012 hat Matthias Schwetz den Chor übernommen. Ing. Manfred Hartl ist Präsident und Ansprechpartner nach außen.

Manfred Hartl    Quellen:  Heimatbuch von Böheimkirchen und Erzählungen älterer Chormitglieder

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