GrAT – Gruppe Angepasste Technologie
Die GrAT – Gruppe zur Förderung der Angepassten Technologie an der Technische Universität Wien steht seit 1986 für die Vision einer nachhaltigen Zukunft. Angetrieben von der Überzeugung, dass technologischer Fortschritt im Einklang mit Mensch und Umwelt stehen muss, entwickelt die GrAT Lösungen für eine lebenswerte Welt von morgen.
Ein internationales, interdisziplinäres Team arbeitet mit Leidenschaft daran, innovative Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Im Mittelpunkt stehen nachhaltiges Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, energieeffiziente Produkte und Produktionsweisen sowie Technologien, die sich flexibel an unterschiedliche Lebensrealitäten anpassen.
Mit zahlreichen Projekten im In- und Ausland zeigt die GrAT, wie Forschung konkrete Veränderungen bewirken kann. Neben dem Standort in Wien ist sie auch in Böheimkirchen aktiv – und wurde für ihr Engagement und ihre Innovationskraft bereits mehrfach ausgezeichnet.
GrAT verbindet Forschung mit Verantwortung – für eine Zukunft, die wir gemeinsam gestalten.
Forschungsfelder national und international
- Nachwachsende Rohstoffe
- Erneuerbare Energien (Solarthermie und Biomasse)
- Produkt Service Systeme (PSS)
- Saubere und energieeffiziente Produktion
- Ecodesign
Die GrAT – Gruppe Angepasste Technologie forscht und arbeitet gemeinsam mit nationalen, wie auch internationalen Partner/innen und Netzwerken weltweit (Bsp. Asien – Philippinnen, Thailand, Korea, Nepal, etc.).
BÖZAT - BÖheimk. Zentrum für Angepasste Technologie
Seit 1995 betreibt die GrAT – Gruppe zur Förderung der Angepassten Technologie ihren Forschungs- und Ausbildungsstandort in Böheimkirchen – ein Ort, an dem Zukunft gebaut wird. Was hier entsteht, bleibt nicht Theorie: Es ist gelebte Innovation, sichtbar, begehbar und erfahrbar im Alltag.
Als einer der größten Demonstrationsstandorte für nachhaltige Bautechnologien in Europa zeigt das Areal eindrucksvoll, wie technologische Exzellenz und ökologische Verantwortung zusammenwirken können. Die Gebäude S-House und LCH (Life Cycle Habitation) stehen sinnbildlich dafür: Sie machen seit Jahren greifbar, dass nachhaltiges Bauen nicht Vision, sondern längst Realität ist.
Der Standort vermittelt, welches Potenzial in nachwachsenden Rohstoffen, energieeffizienten Systemen und ganzheitlichen Planungskonzepten steckt. Jedes Gebäude, jede Struktur ist Teil eines größeren Ganzen – ein lebendiges System, das kontinuierlich erforscht, weitergedacht und verbessert wird.
Werkstätten, Labors und Gartenanlagen schaffen Raum für Experimente, neue Ideen und praktisches Lernen. Hier werden zentrale Zukunftsthemen wie Energie, Wasser, Ernährung sowie Wissen und handwerkliche Fähigkeiten nicht nur vermittelt, sondern aktiv gelebt. Forschung wird zur Erfahrung – und Innovation zum greifbaren Prozess.
Böheimkirchen ist mehr als ein Forschungsstandort – es ist ein Ort, an dem nachhaltige Ideen Form annehmen und Zukunft konkret wird.
Haus der Zukunft „S-House“
Mit dem international ausgezeichneten S-House gelang der GrAT – Gruppe zur Förderung der Angepassten Technologie erstmals die konsequente Bündelung und großmaßstäbliche Umsetzung ihrer Forschung zu nachwachsenden Rohstoffen, Ökologie und Energieeffizienz in einem realen Gebäude.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie konsequent nachhaltiges Bauen funktionieren kann: Durch den gezielten Einsatz regional verfügbarer, ökologischer Materialien wie Stroh, Lehm und Holz konnte der Ressourcenverbrauch im Vergleich zu konventionellen Bauweisen um ein Vielfaches reduziert werden – in der Praxis um den Faktor 10.
Ein besonderer Meilenstein ein eigens entwickelter und bauaufsichtlich zugelassener Strohballen, welcher der Wärmedämmung dient. Der „S-Haus Ballen“ hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Bauen mit Stroh heute als anerkannte Bauweise etabliert ist und regulatorisch eingesetzt werden kann.
Das S-House ist damit nicht nur ein Gebäude, sondern ein technisches Referenzprojekt für zukunftsfähiges Bauen – ein Ort, an dem Forschung, Materialinnovation und Baupraxis direkt zusammenfinden.
„Life Cycle Habitation“ – Ökologisch und Energieeffizient Wohnen
Das LCH „Life Cycle Habitation“ ist eine innovative Wohnhausanlage und bildet einen Baustein der Quartiersentwicklung rund um den Bahnhof Böheimkirchen. Als Weiterentwicklung des S-House überträgt das Projekt dessen Forschungsergebnisse in den Maßstab des täglichen Wohnens.
Die Anlage besteht aus einem Mehrparteienhaus sowie einem Doppelhaus und zeigt, wie ökologisches Bauen und Wohnen über den gesamten Lebenszyklus hinweg realisiert werden kann – von der Planung über die Errichtung, zum Betrieb und Nutzung, bis hin zuRückbau und Wiederverwertung
Durch integrale Planung und modulare Vorfertigung in Containerbauweise wird ein hoher Grad an Effizienz erreicht. Gleichzeitig ermöglicht das System eine kurze Bauzeit und eine wirtschaftlich optimierte Umsetzung, ohne Kompromisse bei Qualität und Funktionalität einzugehen.
Auch im Bereich Energieversorgung setzt das Projekt Maßstäbe: Eine intelligente Kombination aus erneuerbaren Energieträgern sorgt für Versorgungssicherheit, stabile Systemleistung und hohen Wohnkomfort im täglichen Betrieb.
Das LCH zeigt damit eindrucksvoll, wie Forschung der GrAT – Gruppe zur Förderung der Angepassten Technologie in reale Wohn- und Lebensräume übersetzt werden kann – als greifbares Beispiel für ökologische Quartiersentwicklung.