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Gemeindewappen von Böheimkirchen BÖHEIMKIRCHEN. Der Wohlfühlort.

BÖ History im Markt Böheimkirchen

Mit dem Projekt BÖ History wird die Geschichte ausgewählter historischer Gebäude im Zentrum von sichtbar und erlebbar gemacht. Die historischen Hintergründe wurden sorgfältig aufgearbeitet und auf informativen Schildern direkt vor den jeweiligen Gebäuden angebracht. So lädt BÖ History dazu ein, bei einem Spaziergang durch den Ort in die Vergangenheit einzutauchen und die Entwicklung unserer Marktgemeinde neu zu entdecken.

Nepomuk Kapelle

Errichtet 1732 durch den Totzenbacher Herrschafts-Verwalter Johannes Roys; der Brückenheilige sollte jene schützen, die hier die damalige Michelbach-Furt oder den Fußgängersteg passieren mussten. Die Kapelle wurde 1890 von der anderen Straßenseite hierher verlegt und in den 1950er-Jahren in der heutigen Form erneuert.

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Standort

Altes Stöckl

Die Rundbogenportale und Gewölbe stammen aus dem 16.Jh. die einst Sgraffito-geschmückte Fassade wurde im Biedermeier erneuert und trägt das „Auge Gottes“ als Stuckrelief. Es handelt sich um das letzte erhaltene
von einst fünf Kellerhäusern, die schon 1555 bezeugt sind, mit dem Rathaus die Südseite des Marktplatzes bildeten und im Besitz der gegenüber liegenden Bürgerhäuser waren.

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Standort

Posthaus

1586 ist der Bindermeister Hans Strohsack genannt, 1654 hieß das Haus „Pinder bey dem Stög allhier“.
In den Jahren 1717 bis 1851 übte hier die Familie Zanner das Riemergewerbe aus. 1886 gelangte das Haus in Besitz des Franz Schmidradner, der es ein Jahr später in der heutigen Form neu baute. Seit damals ist hier
das Postamt untergebracht.

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Stegwirtshaus

1627 ist Hans Lochner als Besitzer bezeugt, im 17. Jh. hieß das Wirtshaus „Bei dem wilden Mann“, 1746 wird es „Stegwirtshaus“ genannt. 1754 bis 1938 war das Gasthaus Besitz der Familie Höllrigl, dann Hieger. Der einstöckige Kernbau mit hohem Walmdach und schräggestelltem Erker über dem Eingang stammt wohl aus dem 16. Jh. Fassade mehrmals erneuert.

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Rathaus

Urkundlich 1662; das ursprüngliche Markt-Rathaus umfasste die drei rechten Fensterachsen, es wurde 1897  nach links erweitert und mit historistischer Fassade und zentralem Erker versehen. 2017 wurde das historische Rathaus renoviert, erweitert und zum Bürgerzentrum ausgebaut.

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Altes Kaufhaus

1627 war es im Besitz von Wolf Schuster und wurde, 1683 von den Türken niedergebrannt. 1716 ist hier der Handelsmann Georg Clemens Pellam genannt. 1846 bis Ende des 20. Jh. war das Haus im Besitz der Kaufmannsfamilie Braunsteiner. Der einstöckige Bau bestand wohl schon im 17. Jh. die heutige Form mit zentralem Erker entstand nach dem Brand von 1945.

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Fleischerhaus

1627 im Besitz des Fleischers Valentin Geisenhenner, 1683 ist der Fleischer und Ratsbürger Adam Burkhardt unter den Opfern des Türkenkrieges, seit etwa 1800 auch Gasthaus. In den 1950er-Jahren waren die Eltern
des Karikaturisten Manfred Deix Pächter. Im 19. Jh. zur heutigen Form mit Arkadenhof ausgebaut, wurde die Fassade Ende des 20. Jh. stark verändert.

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Doktorhaus

Hier wohnte 1900-35 Gemeindearzt Dr.Eichhorn. Um 1905 wurde das Haus aufgestockt, 
mit Erker über dem Hoftor und reicher späthistoristischer Fassade versehen. 1627 war es im Besitz des Schuhmachers Adam Hönschl, 1636 wurde hier das Bindergewerbe, ausgeübt, ab 1689 wieder Schumacher;
seit 1872 im Besitz der Familie Braunsteiner und ihrer Erben.

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Schmiede

Das zweigeschossige Eckhaus mit Kreuzgratgewölben im Erdgeschoß, stark erneuertem Erker und barockem
schmiedeeisernen Ausleger entstand um 1550. Ab 1620 ist hier der Hufschmied Christoph Hörlesberger
belegt, der auch Marktrichter war. Seit 1895 ist das Haus in Besitz der einstigen Schmiedefamilie Huber und ihrer Erben.

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Feuerwehrhaus

Errichtet im Jahre 1893 von der Marktgemeinde, Bürgermeister und zugleich Feuerwehrkommandant war damals der Kaufmann Josef Braunsteiner. 1989 übersiedelte die Feuerwehr in das neue Haus, seit 1993 war hier die Gendarmerie (seit 2005 Polizei) untergebracht, seit 2017 beherbergt das Gebäude den Friseur- und Kosmetiksalon Hummel.

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Stein mit Geschichte

1935wird auf dem Vorplatz der neu gebauten „Bürgerschule“ dieser Stein aufgestellt, mit Büste und Inschrift,
gewidmet dem 1934 ermordeten Kanzler Engelbert Dollfuß. Von 1938 bis 1945 trägt der Stein ein Hakenkreuz.
1959 wird auf dem bis dahin leeren Stein ein Relief „Mutter mit Kind“ des Wilhelmsburger Künstlers Fritz Küffer
angebracht. Die Darstellung ist Symbolik für das Leid der Mütter in den Kriegsjahren und soll an die Gefallenen
der beiden Weltkriege erinnern. Beim Umbau der Volksschule 2009 wurde der Stein entfernt und ging infolge verloren. 2019 wurde er wieder aufgefunden, allerdings ohne Relief und Tafel. Nun erinnert uns hier dieser Stein an die wechselvolle Geschichte des 20.Jahrhunderts.

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